Frankenprey
Barf für Katzen - fast ohne Supplemente

How-To Futter Mischen

Eine der größten Hemmschwellen am Barfen ist wohl das letzte große Fragezeichen "Wie mische ich denn?" Man hat sich Stunden über Stunden belesen, meint die Theorie jetzt verstanden zu haben, aber "Wo fange ich an? Wie läuft das ab?" bleibt ein großes Fragezeichen. 
Nur die wenigsten bekommen die Chance, jemandem im Umkreis über die Schulter zu gucken, bevor sie das erste Mal selbst loslegen, daher zeige ich hier, wie das Mischen bei mir so abläuft - vielleicht hilft das, die letzte Hemmschwelle zu beseitigen.


Meine "Grundausrüstung" zum Futter Mischen besteht aus:

- großes Schneidebrett
- großes, scharfes Messer
- (Fein-)Waage
- Lachsöl-Kapseln
- VitE-Tropfen
- Taurinpulver
- Küchenpapier 



Die Rezepte, die ich an diesem Tag zubereitet hab, waren:

400g Lammgulasch
210g Putenbrust
100g Herz (Huhn)
140g Hühnerhals
50g Leber
25g Niere
25g Milz
50g Ballaststoffe
50g Blut
1g Lachsöl
2g Taurin
3-4 Tropfen VitE
300g Gans mit Haut
200g Hühnerbrust
110g Hühnermagen
100g Herz (Lamm)
140g Hühnerhals
50g Leber
25g Niere
25g Milz
50g Ballaststoffe
50g Blut
1g Lachsöl
2g Taurin
3-4 Tropfen VitE
500g Wildkaninchen 
60g Fettabschnitte
150g Herz (Huhn u. Lamm)
140g Hühnerhals
50g Leber
25g Niere
25g Milz
50g Ballaststoffe
50g Blut
1g Lachsöl
2g Taurin
3-4 Tropfen VitE

Wie bereits erwähnt, verfüttere ich "mit Supplementen verbessertes Frankenprey", daher weichen die Rezepte etwas von der eigentlichen Zusammensetzung ab (Taurin-Supplementierung und dafür weniger Herz sowie VitE-Supplementierung, eigentlich gehört auch noch Fisch für VitD ins Rezept, diesen verfütter ich in Form von ganzen Sprotten aber extra). 

Schritt 1 - Innereien/Ballaststoffe/Supplemente-Mischung

Zuerst mache ich eine "Innereien/Ballaststoffe/Supplemente-
Mischung" für alle drei Rezepte zusammen.
In diesem Fall besteht sie aus:
- 150g Leber in kleinen Stücken
- 75g Niere in kleinen Stücken
- 75g Milz in kleinen Stücken
- 150g geraspelte Möhre, Gurke
- 3g Lachsöl
- 9-12 Tropfen VitE

Tipp: Innereien am besten gefroren oder angetaut verarbeiten, da
die Struktur fest ist, lassen sie sich so einfacher schneiden.
Tipp: Lachsöl-Kapseln entweder mit einem spitzen Gegenstand einstechen und ausquetschen oder in lauwarmen Wasser auflösen.


Schritt 2 - Muskelfeisch/Herz/Knochen auf Rezepte aufteilen


Anschließend verteile ich die restlichen Bestandteile der Rezepte in einzelne Behälter.
Hier sind das also:

400g Lammgulasch
210g Putenbrust
100g Herz (Huhn)
140g Hühnerhals (gewolft)
300g Gans mit Haut
200g Hühnerbrust
110g Hühnermagen
100g Herz (Lamm)
140g Hühnerhals (gewolft)
500g Wildkaninchen 
60g Fettabschnitte
150g Herz (Huhn u. Lamm)
140g Hühnerhals (gewolft)




Schritt 3 - Innereien/Ballaststoffe/Supplemente-Mischung, Blut, Wasser, Taurin unterrühren

Im nächsten Schritt wird zunächst das Taurin im Blut oder in etwas Wasser aufgelöst, das ist wichtig, da pures Taurin reizend wirkt.
Die Innereien/Ballaststoffe/Supplemente-Mischung sowie das Blut (hier inkl. Taurin) werden dann gleichmäßig (hier je Rezept 150g der Mischung, 50g Blut und 2g Taurin) auf die verschiedenen Rezepte verteilt und das Ganze gründlich vermengt, bis sich alle Bestandteile gut verteilt haben.
Wer Wasser vor dem Einfrieren an das Futter geben möchte, würde hier noch mal je Rezept 200-250ml Wasser dazugeben - da ich Wasser erst kurz vor dem Füttern in den Napf dazugebe, um Platz im Gefrierfach zu sparen, entfällt das bei mir.




Schritt 4 - Rationen abpacken und einfrieren

Nun sind die Rezepte endlich fertig und das Abpacken und Einfrieren folgt.
Ich packe in Tagesrationen ab und verwende dazu einen Vakuumierer.
Dabei achte ich darauf, möglichst gleichmäßige Rationen abzupacken.
Als Kennzeichen für die einzelnen Rezepte verwende ich meist Zahlen oder Formen, da sich diese schneller schreiben lassen.

 
 

Alternative Verpackungsmöglichkeiten

Gefriertüten sind ebenso platzsparend wie Vakuumtüten, allerdings entsteht bei beiden eine Menge Plastikmüll.
Zum Auftauen nimmt man das Fleisch am besten aus den Tüten, da sich das aufgetaute Fleisch nur umständlich aus den Tüten entnehmen lässt.

Markiert wurde das Rezept hier mit dem Namen des Tiers, dessen Muskelfleisch verwendet wurde.








Feinkostbecher und Gefriertüten sind wohl die gängigste Art, das Futter zu verpacken.
Feinkostbecher gibt es in allen möglichen Größen, sodass jeder einen passenden findet.
Sie lassen sich gut stapeln und relativ platzsparend im Tiefkühler unterbringen und obendrein sind sie günstig.
Man kann sie mehrfach verwenden, sogar den Geschirrspüler überleben sie ein paar Mal.

 
 



 


Marmeladengläser sind eine tolle Alternative, da man sie unbegrenzt immer wieder verwenden kann. Es gibt sie in allen möglichen Größen, sodass jeder eine passende 
Größe finden wird. Der Deckel lässt sich praktisch verschließen und sie sind nicht aus Plastik, dafür brauchen sie relativ viel Platz im Tiefkühler.










Der "kleine Bruder" des Marmeladenglases ist der Urinbecher. Er verfügt ebenfalls über einen Deckel mit Drehverschluss, ist aber aus Plastik. Er ist ebenfalls spülmaschinentauglich und unbegrenzt wiederverwendbar, braucht aber auch ebenso
viel Platz wie Marmeladengläser. Erhältlich ist er nur in den Größen 125ml und 200ml,
für Portionen über 100g bzw. 180 g kann man ihn also nicht verwenden.

In diesem Fall ist der Behälter mit einem Farbpunkt markiert, sodass die Markierung nicht nach jedem Befüllen mit einem neuen Rezept erneuert werden muss.
 





Natürlich gibt es noch zig andere Möglichkeiten das Barf zu verpacken, das hier sollen
nur Beispiele sein. Plastikdosen gibt es zum Beispiel auch in allen Größen, Formen und
Preisklassen, auch Frischhaltedosen aus Glas können verwendet werden.
Eigentlich kann alles verwendet werden, was sich einfrieren lässt. Da muss jeder
einfach schauen, was seinen Bedürfnissen entspricht.